Aktives Alter Littau, Vorträge

Kurt Messmer und Josef Fries
Kurt Messmer und Josef Fries

 Kurt Messmer 

Emmen hat eine Industrie-DNA  

5. November 2018, Gasthaus Ochsen, Littau 

 

Kurt Messmer nimmt seine Zuhörer mit auf eine packende und anschauliche Zeitreise durch die Industriegeschichte von Emmen. 

Drei kleine Unternehmen entstehen um 1900 in Luzern: von Moos, Schindler und Viscose. Sie wachsen und müssen sich bald neuen Platz in der Umgebung suchen. 

Der Werdegang der «Viscose» in Emmen seht im Mittelpunkt der als Märchen verkleideten Geschichte. 

Sie beginnt ab 1906 mit der Nutzung von Holz in der Viskosefaser und geht bis zum grossen Erfolg der Nylonfaser ab 1950. 

Fabrikgebäude entstehen, Die Belegschaft wächst (5’500 Angestellte im Jahr 1973), die Firma baut Wohnhäuser, beteiligt sich am Bau der Kirchen und der Infrastruktur, und sorgt sogar dafür, dass aus jungen Arbeiterinnen gute Hausfrauen werden. 

Die Handgeschriebenen Personalunterlagen geben einen Einblick in das Leben junger Frauen aus dem Wallis und später aus Belluno (Venetien). 

Kurt Messmer lässt uns die Architektur der Industrie- und Wohngebäude als Abbild der Zeit und ihrer Menschen erleben. 

Diese Industriewelt lebt in Strassennamen und einigen Gebäuden in der neuen Dienstleistungsgesellschaft weiter. Wie Seppi Fries ergänzte, und wie es die anschliessende Diskussion bezeugte, ist sie in der DNA der Anwesenden immer noch lebendig erhalten.   

Bilder z.T. aus der Präsentation von Kurt Messmer



Der Fluss Lena in Jakutien 

Vortrag von Heinz Haldi, 16. April 2018, im Gasthaus Ochsen 

 

Drei Stunden Flugzeit bis Moskau und weitere 14 Stunden bis Jakutsk, an der Lena. Also ziemlich abgelegen und gar nicht für Massentouristen. Auf dem eher kleinen Kreuzfahrtschiff reisen die 130 Passagiere, die meisten Russen, zuerst flussaufwärts zum Weltkulturerbe der «Lena Felsen», dann flussabwärts, nach Norden, weit über den Polarkreis, bis zur Mündung in die Laptewsee, ein Randmeer des Nordpolarmeers, und zurück nach Jakutsk.

 

Mit 4000 km ist die Lena der längste und mächtigste Fluss Sibiriens und nur während des kurzen arktischen Sommers von Juli bis September schiffbar.

 

Heinz Haldi lässt uns in seiner Videoschau die Reise miterleben: Die unendlichen Weiten, die Felsigen oder sandigen Küsten, farbige Folkloristische Vorführungen und Rituale, Die Vielfalt der blühenden Taiga, Die Kultur der mehrheitlich jakutischen Bevölkerung.

 

Herzlichen Dank für die eindrückliche und sehr gut besuchte Vorführung.


Sicherheit im Alter 

Freiwilligendienst für Menschen mit Demenz

  

Montag, 16. Oktober 2017 im Gasthaus Ochsen

 

Wer hätte gedacht, dass sich der Ochsen-Saal, trotz schönstem Herbstwetter, füllen würde. 

 

Roland Jost, Sicherheitsberater der Luzerner Polizei, hatte zum Thema «Sicherheit im Alter» vieles zu erzählen. Man wusste schon einiges, hörte aber genauer hin und hat einiges dazu gelernt.

 

Wie kann man Einbrüchen vorbeugen und wie gehen Trickdiebe vor, unterwegs oder am Bankomat. Zum «Enkeltrick» hörten wir beim simulierten Telefongespräch, wie der raffinierte Anrufer eine ältere Frau zu beeinflussen vermag. Auch im Internet lauern gefahren.

 

Das wichtigste Thema war die Sicherheit im Verkehr für Fussgänger, Autofahrer und Velofahrer, das Verhalten auf Fussgängerstreifen oder im Kreisel. Endlich wissen wir, dass in der Tempo-30-Zone Fahrzeuge den Vortritt haben und der Fussgänger nur in der Tempo-20-Zone.

 

Die Fragerunde wurde rege benutzt. 

 

Jolanda Stalder, Spitex Stadt Luzern, berichtet über die Bedeutung ihres Freiwilligen-Teams für Demenz-Kranke und ihre Angehörigen.

 

Das Projekt will ermöglichen, dass Demente länger zusammen mit ihren Angehörigen im häuslichen Umfeld leben dürfen.

 

Walter Reichlin schilderte mit bewegten und liebevollen Worten den Zustand und das Verhalten seiner Demenzkranken Frau und wie gross die Erleichterung für ihn sei, wenn einmal pro Woche, eine Person des Teams seine Frau bei einem Ausflug, einem Spaziergang, einem Arztbesuch oder bei Einkäufen begleitet. Er ist immer wieder überrascht, wie seine Frau, aber auch das Teammitglied glücklich zurückkommen.

 

Nun werden auch unter Seniorinnen und Senioren Freiwillige für diesen sinnvollen Dienst gesucht:

Tel. 041 429 30 70, www.spitex-luzern.ch 

 

Josef Fries bedankte sich bei der Referentin und den Referenten und wünschte allen sicher nach Hause zu kommen. 

 

Bilder Hong Phuong Bui

 


Hans Purtschert

Das Armenwesen von 1800 bis heute in der Gemeinde Littau 

Montag, 24. April 2017, Gasthaus Ochsen 

Trotz schönstem Wetter darf Seppi Fries einen voll besetzten Ochsensaal begrüssen.

Und es hat sich für alle gelohnt.

Hans Purtschert erzählt immer abwechslungsreich. Er ergänzt seinen Vortrag mit vielen Bildern und Anekdoten aus seinem reichen historischen Wissen und seinen persönlichen Erfahrungen als Bausekretär und Sozialvorsteher im Gemeinderat von Littau.

Sein Vortrag beginnt 1265 mit den Rittern und Littau und endet erst bei den Alterswohnungen der neusten Überbauung Neuhushof.

Der frühere Umgang mit Waisen und Mittellosen berührt.  Erfreulicher ist der spätere Einsatz freiwilliger im Zusammenhang mit dem Altersheim Staffelnhof und den Schwestern der Heiligen Familie mit ihrer Vorsteherin Schwester Canisia.

Nebst der Entwicklung des Armenwesens erfährt man viel Historisches über Littau und Reussbühl.

Erstaunlich, wie Hans Purtschert ohne Vorlage unzählige Namen, Orte und Daten fliessend nennen kann.

Herzlichen Dank für den Lehrreichen und unterhaltsamen Nachmittag.  

Link zur Autobiografie von Hans Purtschert 

Nachtrag: Hans Purtschert,  geb.2. Juli 1939, ist am 4. Oktober 2017 verstorben. 

Eine kleine Auswahl der Bilder von Hans Purtschert


Andreas Aeschlimann,

Hommage an Mani Matter mit Chansons und Texten 

Montag, 13. März 2017, 14.00 Uhr, Pfarrsaal der kath. Kirche Littau, Am 20. Oktober 

2014, hatte Dr. phil. Joseph Bättig bereits über Mani Matter berichtet (Siehe unten). Nun durften wir Mani Matter auf eine ganz neue Art erleben.

 

Mit seinem (sympathischen) zürcher Dialekt interpretiert Andreas Aeschlimann Mani Matters Chansons unverfälscht und zieht einen roten Faden durchs Programm. Ergänzt wird die musikalische Darbietung durch Zwischentexte, welche Einblicke in  esondere biografische Stationen Mani Matters geben.

Nebst den bekannten Liedern, hörten wir auch weniger bekannte, alle mit der berührenden Mischung aus Humor, Tiefsinn und weltgeschichtlicher Dimensionen. Bei schönstem Frühlingswetter erlebten wir im sonnigen Pfarrsaal einen bereichernden Nachmittag. 

Text, Bilder und Video: Redaktion

 



Mani Matter, „I han es Zündhölzli azündt“

Vortrag von Dr. phil. Joseph Bättig

20. Oktober 2014, im Gasthof Ochsen, Littau

 

Wer dachte, einiges über Mani Matter (1936-1972) zu wissen, dem wurde auf sehr kurzweilige Art viel Neues vermittelt.

Dr. phil. Joseph Bättig (Er erinnert sich gerne an seine Schülerzeit in Littau), vermochte es, den Zuhörern im voll besetzten Ochsen-Saal, mit Bild, Ton und Humor, das Leben und Werk des unvergesslichen und unnachahmlichen Sängers und Poeten in einem ganz neuen Licht erscheinen zu lassen.

Es beginnt natürlich mit der Sprache: Weil die holländische Mutter nicht Deutsch spricht und der Vater nicht Holländisch, wird, mitten in seiner berndeutschen Umgebung, Französisch zur Muttersprache des Kindes.

Dann die Wortspielereien: Wie wird aus „Port Arthur“ ein ganzer Satz? Der frühbegabte Mani erfindet: „Bort Arthur immer noch in der Nase?“

Der Tod der Mutter verursacht 1953 eine schwere Traumatisierung.

1967/68 verbringt er mit seiner Familie - seiner Ehefrau Joy und den drei Kindern (Ueli, Sibyl und Meret) - ein Jahr an der University of Cambridge und arbeitet dort an seiner Habilitationsschrift.

1970 erhält er von der Universität Bern einen Lehrauftrag für Staats- und Verwaltungsrecht.

Nebst dieser eher unbekannten beruflichen Karriere steht natürlich sein Werdegang als Künstler im Vordergrund. Dieser hatte schon sehr früh im kleinen und privaten Rahmen begonnen.

1960 ist er erstmals am Radio zu hören. Es folgen Auftritte mit den Berner Troubadours und erst 1971 startet er, auf betreiben Emil Steinbergers, sein erstes Soloprogramm im Kleintheater Luzern.

Der Erfolg war gross, für ihn vielleicht zu gross! Jedenfalls hatte er bereits beschlossen, neue Wege zu gehen, als er 1972 tragischer weise, 36-jährig, verunglückte.

Joseph Bättig zeigte an Beispielen auf, wie raffiniert und hintergründig die Texte von Mani Matter sind. Viele Lieder haben einen (verborgenen) Hintergrund:

Vom kleinen Anlass zur Katastrophe: „I han es Zündhölzli azündt“

Kunstbetrieb: „De Ferdinand isch gschtorbe“

Verpasste Gelegenheiten: „Ds Lied vo de Bahnhöf“

Anarchie: „Si hei dr Wilhälm Täll ufgfüert

Machtmissbrauch: „Dr Hansjakobli u ds Babettli“

Und in jedem Lied klingen seine Grundsätze mit: „Zuhörer werden zu Mitfühlenden und Mitdenkenden“, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Der Vortrag motiviert dazu, die Lieder wieder zu hören und die Texte nochmals zu lesen!

Bei der Verabschiedung bedankt sich Seppi Fries, im Namen der grossen Zuhörerschar, für diesen aussergewöhnlichen Nachmittag des Aktiven Alter Littau.

Bruno Peter 

Bilder: Hong Phuong Bui

 


Die Überbaung Neuhushof wird zum Musterquartier

Orientierung vom 17. November 2014 im Gasthaus Ochsen 

Generationen übergreifendes Wohnen ist eines der wichtigsten Ziele, das mit der

Überbauung Neuhushof im Dorfkern von Littau erreicht werden soll. Über 200

Interessierte besuchten die top organisierte Orientierungsversammlung. 

Herzstück der Überbauung sind die beiden Wohnhäuser der WGL Littau-Luzern mit 19 Wohnungen für betreutes Wohnen und vielen Zusatzeinrichtungen.

Bilder Hong Phuong Bui und Bruno Peter


Führung durch das neue Stadtarchiv, Dienstag, 26. Januar 2016

Begrüssung und Einführung durch Stefan Roth, Stadtpräsident und Stadtrat Luzern

Führung durch:

Dr. Theresia Gürtler Berger, Leiterin Ressort Denkmalpflege und

Daniela Walker, Leiterin Stadtarchiv

 

Link zur Webseite Stadtarchiv

 

Bilder Hong Phuong Bui                                                                                                                                       Video Walter Herzog